Hochzeit während des Super Bowl! Halftime-Show sorgt für Wut bei Trump
Santa Clara (USA) – Für viele, die kein Interesse an Football haben, gilt die berühmte Halftime-Show als das eigentliche Highlight des Super Bowls. In diesem Jahr präsentierte der lateinamerikanische Superstar Bad Bunny (31) seine Show. Unterstützung erhielt der Puerto-Ricaner unter anderem von Lady Gaga (39). Eine echte Trauungszeremonie verlieh dem Event den letzten Schliff. US-Präsident Trump zeigte sich daraufhin außer sich vor Zorn.
Beim NFL-Endspiel in Santa Clara setzten sich in der Nacht auf Montag (deutscher Zeit) die Seattle Seahawks gegen die New England Patriots durch. Doch neben dem sportlichen Geschehen sorgte diesmal besonders der politische Wirbel für Aufmerksamkeit.
Der Auftritt von Bad Bunny hatte im Vorfeld bereits viel Kritik aus den Reihen der rechten MAGA-Bewegung hervorgerufen – schließlich ist der Latin-Rap- und Reggaeton-Interpret ein offener Gegner von US-Präsident Donald Trump (79).
Während seiner komplett auf Spanisch vorgetragenen Halbzeit-Show hielt Bad Bunny unter anderem einen Football mit der Aufschrift „Gemeinsam sind wir Amerika“ in die Kamera. Auf einer Leinwand war zudem die Botschaft zu lesen: „Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe“ – klare Statements gegen Trumps Abschiebe-Politik.
Im Mittelpunkt der Show stand die Heimat von Bad Bunny, Puerto Rico – das größte und bevölkerungsreichste Außengebiet der USA. Alltägliche Szenen der Karibikinsel wurden nachgestellt, es gab aufwändige Bühnenbilder und mitreißende Tanzdarbietungen.
Die Stimmung im Stadion war elektrisierend! Nur einer gefiel das Spektakel mal wieder überhaupt nicht: der republikanische Präsident der Vereinigten Staaten …
Während er im vergangenen Jahr noch persönlich beim NFL-Finale anwesend war, blieb Trump diesmal dem Event fern und übte seit Wochen scharfe Kritik an Bad Bunnys Auftritt.
Er bezeichnete die Show als „absolut furchtbar“ und „eine der schlechtesten aller Zeiten“. Auch nach dem Event blieb er bei seiner Einschätzung und nannte sie „eine Beleidigung für unser Land“ auf der Plattform Truth Social.
Trump meinte zudem, niemand habe auch nur ein Wort verstanden, und das Tanzen sei „widerlich“ gewesen.
Überraschend trat während der Show auch Lady Gaga auf, die bereits 2017 die Hauptattraktion des Events war. Die Pop-Ikone präsentierte eine Salsa-Version ihres Songs „Die With a Smile“ und tanzte gemeinsam mit Bad Bunny. Ebenfalls mit von der Partie war der ebenfalls aus Puerto Rico stammende Weltstar Ricky Martin (54).
Doch die Halbzeit-Show hielt noch weitere Höhepunkte bereit: Mitten im großen Trubel wurde plötzlich tatsächlich geheiratet – und das nicht nur als Show-Einlage! Wie die New York Times inzwischen berichtete, handelte es sich bei der Zeremonie auf dem Spielfeld um eine echte Trauung. Das Brautpaar hatte Bad Bunny ursprünglich zu ihrer Hochzeit eingeladen – durfte nun aber live vor Hunderten Millionen Zuschauern heiraten.
Ein weiteres Highlight war, als Benito Antonio Martínez Ocasio, Bad Bunnys bürgerlicher Name, unter großem Jubel der Zuschauer einen seiner Grammy-Trophäen an einen kleinen Jungen übergab.
Insgesamt kam die Show trotz der Kritik von Trump sehr gut an. Bad Bunny zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Musikern weltweit. Im Jahr 2025 war er der meistgestreamte männliche Künstler auf Spotify und gewann bei den Grammy Awards am vergangenen Wochenende insgesamt drei Auszeichnungen.